Datenschutzerklärung für Webseiten und Social Media

Social MediaDSGVO?  Datenschutzerklärung? Früher waren es Messen, Kongresse, Events oder private Zusammenkünfte, bei denen man in Kontakt mit potentiellen Auftraggebern kam, neue Freundschaften schloss oder gar den nächsten Lebensabschnittsgefährten traf. Rufnummern und Anschriften sammelte man im Adressbüchlein – oder, wenn man ganz modern war, im ledernen Filofax. Datenschutzbestimmungen hatten damals noch nicht so einen großen Stellenwert. Die Abkürzung DSGVO (Datenschutz Grundverordnung) kannte kein Mensch. Seit dem 25.5.2018 ist sie jedoch nahezu in aller Munde.

Fluch oder Segen? Datenschutzerklärung, DSGVO, Cookies  und Co. auf Webseiten und Social Media Kanälen

Im Zeitalter von Smartphone und Internet hat sich so einiges verschoben, beruflich wie auch privat. Heutzutage verwaltet man seine Adressen und Termine digital, knüpft und pflegt berufliche Kontakte über Internetplattformen wie Xing oder LinkedIn, sucht neue Jobs bei Stepstone, tauscht Informationen über Facebook, Instagram, Snapchat und Twitter oder lernt seinen nächsten Partner bei eDarling oder Tinder kennen und stellt Videos bei YouTube ein. Doch die wenigsten machte sich über Datenschutz oder eine Datenschutzerklärung auf ihrer eigenen Webseite Gedanken. Bislang reichte ja auch ein Impressum.

In Deutschland nutzen laut Statistischem Bundesamt in der Altersgruppe von 16 bis 24 Jahren knapp neun von zehn Personen Facebook und Co. Bei den zwischen 10- und 15-Jährigen sind es immerhin schon 63% und bei den zwischen 25 und 44 Jahre alten Personen 69%. Weniger ausgeprägt ist die Nutzung bei den 45- bis 64-Jährigen (42%) und älteren Internetnutzern (22%). Im Vergleich zu 2014 ist allerdings altersübergreifend ein deutlicher Zuwachs erkennbar.

Im Social-Media-Atlas 2015/2016 ist die Rede von einer Social-Media-Nutzung von 80% aller deutschen Internetnutzer. Allerdings zählt die Studie hierzu auch YouTube und WhatsApp. YouTube wird dabei mit 88% als meistgenutzte Plattform angegeben Facebook landet mit 87% knapp dahinter, gefolgt von WhatsApp mit 76%.

Xing verzeichnet laut eigenen Angaben im gesamten deutschsprachigen Raum 8,5 Millionen Nutzer – allein in Deutschland sind es 7 Millionen.

Kontakte knüpfen, Meinungen vertreten, recherchieren und Inhalte austauschen – soziale Medien wie Facebook, Twitter, Xing, YouTube oder auch Weblogs bieten alles, was das Herz begehrt. Von politisch bis ökologisch wertvoll, von verkaufsfördernd bis imagesteigernd, von unterhaltend bis informativ. Nachrichten in digitalen Netzwerken verbreiten sich fast in Realzeit und sind somit oft viel schneller als andere Medien.

Ich bin AnwohnerAussagekräftige Beispiele hierfür sind das nach den Anschlägen in Paris von einem französischen Grafiker entworfene Logo „Je suis Charlie“. Oder auch das Foto eines bis dato völlig unbekannten Mannes, der In einem Facebook-Post mit einem Schild zu sehen ist. Im Hintergrund stehen mehrere Polizeibeamte in voller Montur. Das Bild entstand vor der Eskalation der G20-Demonstration in Hamburg. Auf dem Schild ist zu lesen: „Ich bin Anwohner und gehe nur kurz zu Edeka. Danke.“ Edeka konterte auf Facebook mit einem Foto und dem Edeka Logo humorvoll: „Lieber Anwohner, geh ruhig wieder nach Hause, wir bringen dir gerne deine Einkäufe. Schick uns einfach per PN deine Adresse!“. Ein geschickter Marketingzug. Der Facebook-Post ging viral – er wurde hundertfach geteilt, es gab tausendfache Reaktionen dazu.

Das Web 2.0 ist ein Mitmach-Netz mit vielen Möglichkeiten – auch für Berufliches.

Social MediaUnternehmen wie auch Künstler versprechen sich von Internetdiensten wie Facebook Instagram und Twitter positive Effekte und hoffen dadurch unter anderem auf einen Anstieg der Reichweite ihrer Angebote. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen haben jedoch in Sachen Social Media häufig Nachholbedarf.

Angesichts der schnellen Veränderungen im Social Media Bereich ist es daher wichtig, für erfolgreiches Marketing ständig die Erfolgsanalysen und Anpassungen an aktuelle Entwicklungen der Netzwerke im Blick zu haben. Die Aktivitäten auf den entsprechenden Social-Media-Plattformen in Unternehmen werden heutzutage daher immer häufiger von spezialisierten Teams übernommen. Aber selbst kaum noch ein Blog kommt mittlerweile ohne den „Like“-Button aus.

So können Leser im Internet Artikel oder Links bewerten, kommentieren und teilen. Ein möglicher Nachteil: Die Seiten müssen aufgrund der Gefahr eines potentiellen Shitstorms, von Spamnachrichten oder unsachlichen Kommentaren ständig überwacht werden, und ein entsprechendes Krisenmanagement muss hausintern abgesprochen werden.

Auch sollte man ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass Viren, Hoaxes oder Abofallen überall im Netz lauern. Mein Tipp: Die Seite www.mimikama.at ist hier sehr hilfreich. Mimikama ist ein gemeinnütziger Verein, der sich mit Falschmeldungen, Abofallen, Spams, Fake-Gewinnspielen und schädlichen Links etc. im Internet beschäftigt.

Werbliche Verfolgungsjagd oder wertvolles Arbeitswerkzeug?

FacebookFacebook schraubt immer weiter an neuen Features und an seinen AGB. Nach der Einführung des „Kaufbuttons“ sowie seinen selbstgehosteten und Klicks bringenden Videos, die über die Smartphone-App eine bewegte Vorschau zeigen und YouTube Filmen die Zugriffe abspenstig machen wollen, ging auch ein facebookeigenes und sehr auf entsprechende Zielgruppen zugeschnittenes Werbenetzwerk an den Start. Ein Werbedienst, der seine Nutzer überall verfolgt. Damit wollte Facebook Google die Marktführerschaft bei Online-Anzeigen streitig machen. Ziel ist es, auf Websites und in Apps von Drittanbietern Werbung zielgerichtet, wie bei Google AdWords, auszuspielen. Dabei greift die Plattform auf den schon vorhandenen Datenbestand von Facebook zurück, um eine bessere Zielgruppenbestimmung vorzunehmen.

Der Unterschied zwischen Google und Facebook Werbung: Google nutzt bei der Identifikation von Usern Cookies, Facebook hingegen verfolgt die Nutzer über die User ID. Das heißt, dass im Gegensatz zu Cookies die Facebook User ID plattformübergreifend übermittelt wird und auf diese Weise eine medienübergreifende Analyse – das sogenannte Cross-Device-Tracking – ermöglicht wird.

Facebook hat zum Zwecke einer Kooperation Verträge mit verschiedenen Werbenetzwerken und App-Anbietern geschlossen, um plattformübergreifende zielgerichtete Werbeausspielung umzusetzen.

Datenschutz und die Zukunft von Werbung in Sozialen Netzwerken

Facebook unterstützt seine Kunden als Werbetreibende durch die Verwendung von neuen Statistiken und Ergebnissen in Echtzeit. Damit lässt sich die Leistung der einzelnen Kampagne direkt messen und verändern: Auslieferung, Frequenz, Sequenz und Effizienz lassen sich so dauernd optimieren.

Innerhalb dieser Statistiken gibt Facebook an, genauso mit anonymisierten Daten wie auf ihrer Social-Media-Plattform zu arbeiten. Das heißt, es werden den Partnern nur anonymisierte Nutzerdaten zur Verfügung gestellt. Diese sind nicht mit dem Nutzernamen auf Facebook verbunden und können demnach auch nicht zurückverfolgt werden.

Diese Neueinführung, die für Werbetreibende von Vorteil ist, lehrte jedoch anfangs manche Nutzer das Fürchten. Das kürzlich bekannt gewordene Datenleck tut sein weiteres. Panik machte sich breit, Accounts wurden gelöscht. Mittlerweile hat sich diese Angst jedoch wieder relativiert.

Welche Auswirkungen das Web 2.0 in Zukunft noch haben könnte, ist relativ vorhersehbar: Man kommt um den von vielen so bezeichneten „digitalen Exhibitionismus“ kaum mehr herum. Denn wer beim Informationsaustausch über Social Media nicht mitmacht, hat gelegentlich das Nachsehen. Als „wertvolles Arbeitswerkzeug“ in Sachen Werbung und PR sind Facebook, Twitter und Co. daher nicht weg zu denken, auch wenn der eine oder andere seinen persönlichen Umgang mit sozialen Medien als „notwendiges Übel“ beschreibt.

Als Unternehmer , Kleinunternehmer oder auch Künstler etc. wird man sich also weiterhin, bzw. zunehmend mit sozialen Medien befassen müssen. Und bei aller Skepsis: Blogeinträge, Netzwerke oder Videoportale können Ausgangspunkte für spannende Themen und Ideen sein. Wer mit Hilfe des Internets arbeiten will, sollte sich mit den Möglichkeiten und Fallstricken des Web 2.0 möglichst so vertraut wie möglich machen.

Datenschutzerklärung und Cookie HinweisE – Schnell aktualisieren!

DSGVOSeit Einführung der DSGVO am 25.5.2018 sollten alle Accounts und Webseiten unbedingt mit einer wasserdichten Datenschutzerklärung – und zwar getrennt vom Impressum – sowie einem speziellen Cookie-Hinweis aktualisiert sein, denn sonst drohen kostspielige Abmahnungen.

Ich persönlich empfehle für die Datenschutzerklärung auf Webseiten den https://datenschutz-generator.de von Rechtsanwalt Dr. Schwenke. Dieser ist für Privatpersonen und Kleinunternehmer kostenlos.

Bei den Cookie-Hinweisen sind einige kostenlose Plug Ins auf dem Markt. Allerdings entsprechen nicht alle den rechtlichen Anforderungen oder sind schwer zu installieren. Ich habe mich allerdings für das Plug In „Borlabs Cookie – Cookie Opt-in“ entschieden. Es kostet zwar einmalig 29 Euro, ist jedoch in deutscher Sprache, hat einen Support in Hamburg, ist relativ einfach zu installieren und hat alle nötigen Optionen, um auf der sicheren Seite zu sein. Mehr Infos dazu unter https://de.borlabs.io/borlabs-cookie

Und hier findet ihr meine Datenschutzerklärung.

 

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